Großer ökologischer Rucksack durch Batterieherstellung in China
Der Fahrer eines modernen e-Golfs muss 3,3 Jahre lang fahren, um die CO2-Belastung aus der Batteriefertigung auszugleichen. Das geht aus einer neuen Studie hervor, die die Forschungsstelle für Energiewirtschaft in München am Mittwoch auf dem Elektromobilitätskongress der Fachzeitschrift ATZ in Mannheim vorgestellt hat. In der Realität könnte es aber auch länger dauern, bis der hohe Energieverbrauch bei der Herstellung ausgeglichen ist. Die Forscher haben nämlich angenommen, dass die Batterie in Deutschland mit dem deutschen Strommix gefertigt wird, also einem hohen Anteil erneuerbarer Energien und Atomstrom ohne CO2-Ausstoß. Der Anteil von Strom aus Kohle und Braunkohle liegt in Deutschland bei nur 37 Prozent. In China, wo derzeit die meisten Lithium-Ionen-Akkus produziert werden, hat Kohlestrom jedoch einen deutlich höheren Anteil von 59 Prozent (2018).
Zudem haben die Münchner Forscher den e-Golf mit einem vergleichsweise kleinen 30 kWh-Akku in ihrer Modellrechnung berücksichtigt. „Wer einen größeren 60 kWh-Akku bestellt, um eine größere Reichweite zu haben, muss schon sechs Jahren fahren“, sagte der Forscher Steffen Fattler. Zudem sei die Entsorgung der Akkus in der Modellrechnung noch nicht berücksichtigt. Damit Elektroautos wirklich dem Klima nutzen, müsste vor allem die Herstellung der Akkus mit Strom aus erneuerbaren Quellen erfolgen wie beispielsweise bei Tesla in den USA, wo Solarstrom für die Fertigung genutzt wird.
(Hinweis: Für die Modellrechnung ist die Forschungsstelle von einer jährlichen Kilometerleistung von 14.000 ausgegangen. Das Auto wird mit Energie aus dem aktuellen deutschen Strommix aufgeladen. Das bedeutet eine CO2-Belastung von 428 Gramm pro kWh.)
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