Autobörsen sehen wachsenden Rabattdruck auf den Händlern lasten - ZDK befürchtet Pleitewelle ohne staatliche Kaufprämie
Vor einer möglichen Pleitewelle sieht der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) den Autohandel. Nach Angaben von ZDK-Präsident Jürgen Karpinski stehen aktuell durch den Lockdown viele Autos, die von den Händlern vorfinanziert wurden, unverkauft auf den Höfen der Autohäuser herum. Nach Informationen von auto motor und sport soll es sich dabei um rund eine Million Autos handeln. Ohne Kaufanreize fänden diese Autos nach der Zwangspause nur schwer einen Käufer, zitiert auto motor und sport den ZDK-Präsidenten. „Nach dieser Durststrecke stehen viele Betriebe wirtschaftlich mit dem Rücken zur Wand“, so Karpinski.
Philipp Sayler von Amende, Chef der Neuwagenplattform Carwow.de, sieht die Händler zudem vor dem Problem, dass der Druck für höhere Rabatte nun steige und damit die Renditen sinken. „In der Regel ist es so, dass jetzt die Nachlässe auf Lagerbestände steigen, da die Händler ihre Kosten reduzieren müssen und jeder Standtag circa 30 Euro kostet“, erklärt Sayler von Amende. Auch Marco Steinfatt, Geschäftsführer der Online-Neuwagenbörse MeinAuto, sieht die Händler unter Druck. „Wir beobachten derzeit, dass viele Marken zusätzliche Verkaufsmaßnahmen bei Lagerwagen ergreifen, das betrifft zum Beispiel Audi, Ford, PSA, Citroën oder Skoda“, so Steinfatt. „Die Lagerbestände sind relativ hoch, da die Hersteller vor dem Shutdown verstärkt in ihre Lager produziert haben.“
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