Auch bei leerem Akku meist geringerer Verbrauch
Plug-in-Hybride sind trotz ihres Mehrgewichtes durch Elektromotor und Akku sparsamer als ihre Schwestermodelle mit herkömmlichem Antrieb. Das ergab eine Testreihe der Zeitschrift AUTO STRASSENVERKEHR. Das Magazin hat fünf Plug-in-Hybride und deren Schwestermodelle ohne Elektroantrieb im Stadtverkehr von Stuttgart, auf Landstraßen und Autobahnen gefahren und die Verbräuche verglichen. Dabei war der Akku der Plug-in-Hybride beim Teststart leer.
Trotzdem verbrauchte keines der fünf Hybridmodelle mehr als das Schwestermodell mit reinem Verbrennerantrieb. Am größten war der Unterschied bei Kia: Der Kia XCEED Hybrid verbrauchte nur 5,0 Liter Super, während der reine Benziner 6,2 Liter auf 100 Kilometer schluckte. Auch der VW Passat ist als Hybrid bei leerem Akku klar sparsamer als der reine Benziner. Der Plug-in verbrauchte im Test 5,6 Liter Benzin, der reine Verbrenner 6,2 Liter. Gleichauf ist der Verbrauch mit 5,0 Litern Diesel bei der E-Klasse von Mercedes, beim BMW Dreier (6 l) und dem Q5 von Audi (9,8 l) unterscheiden sich die Verbräuche um gerade 0,1 l – jeweils zugunsten der Plug-in-Hybride.
Diese Ergebnisse widersprechen aber der gängigen Meinung, dass Plug-in-Hybride nur dann sparsamer sind, wenn ihr Akku an der Steckdose geladen wird. Zwar sind Plug-in-Hybride bis zu 300 kg schwerer als reine Verbrenner. Doch da auch ein leerer Akku beim Bremsen oder Bergabfahren Energie speichert, kann er diese nutzen und den Verbrennungsmotor beim Anfahren und Beschleunigen unterstützen und dadurch den Verbrauch senken. Selbst auf der Autobahn bei konstantem Tempo spielt das Mehrgewicht keine große Rolle. Ab etwa 80 km/h wird der Luftwiderstand zum wichtigsten Gegenspieler des Antriebs, nicht das Gewicht.
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