BMW Diesel verbrauchte nur 4,38 l auf 100 km: CO2-Emission auf E-Niveau
Der Ruf des Diesels hat gelitten – zu Unrecht. Denn nach wie vor verbrennen Diesel dank neuer Abgastechnik nicht nur sauber, sondern sind auch unglaublich sparsam. Wie sparsam, das hat Michael Pfeiffer, Chefredakteur der Zeitschrift auto motor und sport, im Realverkehr ausprobiert. Mit einem neuen Plug-in-BMW 420d Coupé. Nicht optimiert im Labor, sondern unter Realbedingungen im Straßenverkehr sollte die 1256 Kilometer lange Strecke von Stuttgart nach Biscarrosse-Plage an der französischen Atlantikküste geschafft werden. Und der BMW ist kein Kleinwagen, sondern bringt 1,7 Tonnen auf die Waage und leistet mit seinem Zwei-Liter-Vierzylinder-Dieselmotor 190 PS. Doch der Tank ist klein und fasst nur 59 Liter. Da sind mehr als 1200 Kilometer ein mehr als ehrgeiziges Ziel.
Was die Redaktion selbst kaum erwartet hatte: Trotz Anstiegen, Nachtfahrten, Staus und Stadtverkehr verbrannte der 420d auf 1256 Kilometern nur 54,99 Liter Diesel. Das macht 4,38 Liter auf 100 Kilometer. Damit hat der BMW nur 116 Gramm CO2 pro Kilometer ausgestoßen, nicht mehr als ein Elektroauto ähnlicher Größe, das in Deutschland erzeugten Strom nutzt. Gefahren wurde moderat mit maximal 120 km/h, das Durchschnittstempo lag bei 92,6 km/h. Auf die Klimaanlage wurde verzichtet trotz hoher Temperaturen, gelüftet wurde durchs offene Fenster. Fazit: Moderne Diesel können den WLTP-Verbrauch bei schonender Fahrweise sogar unterschreiten – und fahren auf dem Niveau eines Elektroautos.
Redakteur: Michael Pfeiffer
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