MPU auch bei unter 1,6 Promille

KS: Ohne den Test kein neuer Führerschein für Alkoholsünder

Pressemeldung der Firma KRAFTFAHRER-SCHUTZ e.V.

Die medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) – im Volksmund „Idiotentest“ genannt – gibt es seit mehr als 60 Jahren. Sie soll klären, ob jemand, dem nach einer Trunkenheitsfahrt der Führerschein entzogen wurde, nach einer gewissen Zeit geeignet ist, die Fahrerlaubnis wieder zu erlangen. Weil diese Untersuchung nicht selten schief geht, fürchten sie viele Autofahrer, wie der sprichwörtliche Teufel das Weihwasser. Nach einer Information des Automobilclub Kraftfahrer-Schutz (KS) galt bislang die Regel, dass die Behörden erst ab einer Blutalkoholkonzentration (BAK) von 1,6 Promille eine MPU anordnen. Das hat sich geändert.

Immer häufiger fordern die Fahrerlaubnisbehörden schon nach einer einzigen strafbewehrten Alkoholfahrt mit weniger als 1,6 Promille ein medizinisch-psychologisches Gutachten an. Der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg (Urteil vom 7. Juli 2015) und der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (17. November 2015) haben entschieden, dass dieses Vorgehen als Voraussetzung für die Wiedererlangung der Fahrerlaubnis rechtens ist. Demnach muss beim betroffenen Fahrer keine absolute Fahruntauglichkeit (ab 1,1 Promille) vorliegen. Auch bei relativer Fahruntüchtigkeit (zwischen 0,3 und 1,1 Promille), die mit alkoholbedingten Fahrfehlern verbunden war, droht der Idiotentest.



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Der Kraftfahrer-Schutz e.V. (KS) ist mit rund 550.000 Mitgliedern der drittgrößte Automobilclub in Deutschland. Mit seinen Töchtern Auxilia Rechtsschutz-Versicherungs-AG und KS Versicherungs-AG bietet er eine umfassende Palette an Club- und Versicherungsleistungen, von der Wildschadenbeihilfe über den KS-Notfall-Service bis hin zu preiswerten Rechtsschutz- und Schutzbriefversicherungen, die aufgrund von Leistung und Preis viele Rankings in den letzten Jahren gewonnen haben. In der Münchner Zentrale und in acht Bezirksdirektionen sind rund 170 Mitarbeiter beschäftigt. Der Jahresumsatz der KS-Gruppe liegt bei circa 100 Millionen Euro. Der Vertrieb erfolgt über 10.000 unabhängige Makler und Mehrfachagenten.


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