Zulieferer zeigt: Euro-5-Diesel lassen sich nachrüsten

Durch SCR-Technik bleiben alte Diesel unter strengen Grenzwerten

Pressemeldung der Firma Motor Presse Stuttgart

Euro-5-Diesel, die schon ab dem nächsten Jahr von Fahrverboten bedroht sind, lassen sich mit vertretbarem Aufwand so nachrüsten, dass sie sogar weniger Stickoxide und Feinstaub ausstoßen als Euro-6-Diesel. Während die Autohersteller noch über Nachrüstmöglichkeiten und Software-Updates nachdenken, hat der Zulieferer Twintec ein SCR-Kit zum Nachrüsten aus Originalteilen aus dem VW-Ersatzteillager entwickelt. Das Ergebnis im Fahrtest der Zeitschrift auto motor und sport ist erstaunlich: Der Schadstoffausstoß des mit dem System ausgerüsteten VW Passat 1.6 TDI lag sogar unter den Werten fast aller Euro-6-Diesel.

Das von Twintec entwickelte universelle SCR-System ließe sich in jedem Diesel nachrüsten. Es verwendet wie SCR-Systeme in Euro-6-Dieseln Harnstoff (AdBlue), allerdings mit dem Unterschied, dass das AdBlue erhitzt und in Ammoniak umgewandelt wird, bevor es in den Katalysator eingeleitet wird. Dadurch wirkt die Abgasreinigung auch schon, wenn der Motor noch nicht warm gelaufen ist. Im ams-Test über eine Strecke von 100 Kilometern stieß der Euro-5-Diesel mit dem neuen System lediglich 49 mg NOx pro Kilometer aus und blieb damit sogar unter dem Euro-6-Grenzwert von 80 mg/km. Der Passat ohne Nachrüstsystem kam auf 431 mg NOx pro Kilometer, obwohl das Auto bereits mit dem neuen Software-Update ausgestattet war, mit dem VW alle vom Dieselskandal betroffenen EA-189-Motoren umrüstet.

Von den mehr als 40 von auto motor und sport im realen Verkehr getesteten Euro-6-Dieseln war bislang nur ein einziges Modell sauberer als der nachgerüstete Passat: Die neue Mercedes E-Klasse kommt im echten Verkehr auf 41 mg NOx pro Kilometer. Selbst bei guten Diesel-Neuwagen liegen die NOx-Werte üblicherweise bei 100 bis 300 mg. Das bisher schlechteste von der Redaktion getestete Auto, ein Renault Captur dCi 110, kommt sogar auf den Wert von 1336 mg/km.



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